Hornoldendorfer Chronik

 

Das Hornoldendorfer Hauptdorf dürfte eines der ältesten in ganz Lippe sein.

In der Nähe des Dorfes wurde ein bronzezeitliches Grab entdeckt, das eine Gewandnadel enthielt. Es wird vermutet, daß es hier nach der Christianisierung eine Kapelle gab, die um 1408 zerstört wurde.

1610 entstand aus der Zusammenlegung der insgesamt 9 Höfe zu drei kleinen landwirtschaflichen Betrieben durch Graf Simon VI die Domäne Hornoldendorf. Doch schon 1614 musste der Graf wegen seiner immensen Schulden (ca. 700.000 Taler) die Domäne an seinen Hofmeister Hans Adam von Hammerstein abgeben, der ihm zur Bedienung der Schulden 12.000 Taler geliehen hatte.

Die Etablierung des Gutes Hornoldendorf brachte viel Unruhe in die Bevölkerung und führte zu etlichen Auseinandersetzungen, die im Krieg um Ziegen, die Schafshude und die Dienstbarkeit der Bauern gipfelten.

1709 wurden die Besitzer wegen illegaler Geschäfte mit Branntwein angezeigt. Das folgende Verbot wurde nicht beachtet, und als 1788 dem Gut erneut ein Verkauf "im kleinen, nämlich Maas-, Orts- und Glasweise" verboten wurde, stellten die Besitzer einfach bauernschlau auf 2 bis 4 Liter Gefäße um. 1793 erhielten sie dann das Recht, Branntwein zu brennen da kein Dorfkrug in Hornoldendorf vorhanden war.

Nachdem die Familie Hammerstein 1804 das Gut an den Amtmann Brakmann verkaufte, folgten bis heute etliche neue Besitzer (Cäsar 1830, Troost 1858, Ebel 1872, Walbrecht 1873, Oetker seit 1939)

aus Lippe Lexikon, Boken Verlag Detmold, ISBN3-935454-00-7
(mit freundlicher Genehmigung des Verlages)

 

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